Hirnforschung: Warum es funktioniert
Das Ritter Brain Building Training baut sowohl auf den Forschungsergebnissen
von Nobelpreisträger und Gehirn- und Gedächtnisforscher Prof. Eric Kandel
als auch auf den neusten relevanten Erkenntnissen der Neurowissenschaft auf.
Neuro-Plastizität: Das Gehirn lässt sich verändern
Eine der wichtigsten zugrunde liegenden Erkenntnisse ist dabei die sogenannte Neuroplastizität
- ein Forschungsschwerpunkt des Max-Planck-Instituts für Neurobiologie in Martinsried bei München, an dem regelmäßig Ritter Trainings durchgeführt werden. Unzählige neurowissenschaftliche Experimente und Ergebnisse zeigten in den letzten Jahren immer wieder eindeutig: Unser Gehirn ist plastisch, sprich formbar.
Bis ins hohe Alter ist es unserem Gehirn möglich, sich grundlegend zu verändern. Durch Training und neue Reize verändern Neurone ihre Funktion, synaptische Schaltkreise verknüpfen sich neu, Gehirnstrukturen entfalten sich anders, ganze Gehirnareale verändern Ihre Form und können sowohl schrumpfen als auch wachsen. Es hat sich inzwischen sogar gezeigt, dass die Neuroplastizität dafür genutzt werden kann, um Schlaganfallpatienten zu kurieren, die bislang als unheilbar galten. Durch ein spezielles Training im Rahmen einer Forschungsarbeit an der University of Alabama, an dem unter anderem unsere Kooperationspartnerin Magdalene Ortmann beteiligt war, zeigte sich ein enormer Zuwachs an neuen Nervenzellen im Gehirn der Patienten.
Die Botschaft: Durch gezieltes Training können wir unser Gehirn bis zu einem gewissen Grad nach unseren eigenen Wünschen formen und weiterentwickeln. Wir können neue Denk-, und Wahrnehmungsqualitäten entwickeln, unsere Lern- und Verarbeitungsgeschwindigkeit erhöhen, Konzentrationskraft und Gedächtnisstärke vervielfachen sowie unsere gesamte Gehirnleistung stärken.
Hohe Plastizität erst möglich durch BDNF
Forschungsergebnisse zeigen: Die Höhe der Plastizität des Gehirns hängt stark von der Verfügbarkeit verschiedener körpereigener Substanzen ab. Im Mittelpunkt steht hier ein Protein, dass als BDNF (Brain-Derived Neurotrophic Factor) bekannt ist.
Dieses Protein wirkt wie eine Art Dünger auf unsere Gehirnzellen. BDNF aktiviert im Inneren der Gehirnzellen Gene, welche zur Produktion von Proteinen führen, aus denen neue Synapsen gebildet werden. BDNF ist damit einer der wichtigsten Schlüssel zur Veränderung und Weiterentwicklung unseres Gehirns. Je mehr BDNF unserem Gehirn zur Verfügung steht, desto schneller lernen wir und desto mehr Möglichkeiten der Gehirnentwicklung bieten sich uns bis ins hohe Alter.
BDNF vermehren
Die Freisetzung von BDNF im Gehirn zu erhöhen, erfordert zweierlei; Gehirntraining alleine reicht hierfür nicht aus.
Gehirnforscher entdeckten inzwischen, dass BDNF vielmehr durch eine Erhöhung der Herzfrequenz und die Anregung des Blutkreislaufs freigesetzt wird – also durch Sport. Körperliche Bewegung führt darüber hinaus ebenfalls dazu, dass die Proteine IFG-1, VEGF und FGF-2 vom Blut ins Gehirn übergehen, wo sie mit BDNF zusammenarbeiten, um sowohl neue Gehirnzellen zu bilden als auch das neuronale Netzwerk fester und dichter zu verdrahten. Dies ist für viele erstaunlich, heißt es doch nichts anderes, als dass regelmäßiger Sport nachweislich einen weitaus größeren Effekt auf die Leistungssteigerung unseres Gehirns hat, als Gehirntraining! Doch halt: Das ist noch nicht die ganze Wahrheit.
Die inzwischen zahlreichen Untersuchungen zur Erforschung von BDNF haben eine weitere bemerkenswerte Entdeckung zutage gefördert: Die Produktion von BDNF im Gehirn durch sportliche Betätigung findet nur dann in beeindruckendem Maße statt, wenn mit dem körperlichen Training auch ein komplexer Lernvorgang einhergeht.
Ein Versuch mit Laborratten an der Universität von Illinois zeigte: Bei sich bewegenden Ratten innerhalb eines komplexen Trainings mit Schwebebalken, instabilen Gegenständen und elastischen Strickleitern tritt nach nur zwei Wochen eine 35-prozentige Zunahme von BDNF im Kleinhirn auf. Bei anderen Ratten, die nur im Laufrad liefen, wurde jedoch keine Veränderung festgestellt.
Es gilt also: Je komplexer der begleitende Lernvorgang, desto höher die Produktion von BDNF – und desto größer die Möglichkeit unser Gehirn weiterzuentwickeln und schneller zu lernen.
Ritter Brain Building – die Synthese der 2 wirkungsvollsten Trainings
"Sportliche Betätigung bewirkt, dass Neuronen sich vermehren, und eine stimulierende Umwelt hilft, dass diese Zellen überleben" schreibt Professor Dr. med. John Ratey der medizinischen Fakultät der Harvard Universität. Genau auf dieser Erkenntnis baut das Ritter Brain Building Programm auf. Hier wird auf einzigartige Weise aerobes Training mit Gehirntraining kombiniert, um so unsere Gehirnleistung außergewöhnlich stark zu erhöhen.
Ritter Brain Building & Lernen:
Mit einem zeitgemäßen Gedächtnistraining werden verschiedene Gehirnregionen gleichzeitig aktiviert und miteinander verknüpft, insbesondere der präfrontale Kortex (Logik, rationales Denken) mit dem limbischen System (Emotionen). Im Gegensatz zu normalem Lernen werden hier sowohl
semantisches als auch episodisches Gedächtnis parallel genutzt und trainiert. Dies führt bereits an sich zu einer Vervielfachung der individuellen Gedächtnisleistung. Durch das kombinierte Training werden im Ritter Brain Building Programm gleichzeitig auch Sprachgewandtheit und damit das Broca- und Wernicke-Areal des Gehirns (zuständig für Sprachproduktion) trainiert.
Zugleich erhöht die simultan ablaufende sportliche Betätigung den Serotonin-, Noradrenalin- und Dopaminspiegel. Hierbei handelt es sich um wichtige Neurotransmitter, die unser Denken, unsere Emotionen und unsere Lernfähigkeit beeinflussen. Noradrenalin verstärkt beispielsweise Signale und hat einen großen Einfluss auf Wahrnehmung und Motivation. Dopamin spielt wiederum eine wichtige Rolle bei der Erinnerung sowie bei Belohnung und Aufmerksamkeit. Der Neurotransmitter Serotonin hilft bei der Regulierung unserer emotionalen Stimmung. Eine im Jahr 2000 in der New York Times veröffentlichte Studie der Duke University zeigte sogar, dass körperliche Bewegung bei Depressionen besser wirkt als Antidepressiva wie Sertralin (Zoloft).
Ritter Brain Building & Konzentration:
Prof. Richard J. Davidson – vom Time Magazin zu einer der 100 einflussreichsten Personen des 20. Jahrhunderts erklärt – zeigte in einer 2004 durchgeführten Studie, dass sich die Konzentrationsfähigkeit durch gezieltes Gehirntraining stark verbessern lässt.
So findet man bei Davidsons Probanden auch außerhalb der Trainingszeiten bei EEG-Messungen einen überdurchschnittlich hohen Anteil an Gammawellen im Gehirn. Im Gegensatz zu den üblichen Gehirnfrequenzen weisen Gamma-Wellen die höchstmögliche Gehirnfrequenz auf. Genau diese außergewöhnlich hohe Frequenz ist es, welche auch enorme Wachheit und Konzentration bewirkt.
Unabhängig von diesen Studien hat sich gezeigt, dass aerobes Training den Dopamin-Spiegel erhöht. Ein Mangel an Dopamin ist mitunter ein Kriterium, das ADS (Aufmerksamkeitsdefizitstörung) verursacht. Das Medikament Methylphenidat (bekannt als Ritalin) hat durch die Erhöhung des Dopaminspiegels einen positiven Effekt auf die Konzentration. Inzwischen wurde jedoch wissenschaftlich mehrfach gezeigt, dass auch aerobes Training eine solche Erhöhung bewirkt und damit einer geringen Dosis Ritalin gleichkommt. Der entscheidende Unterschied ist allerdings, dass sportliche Betätigung ein chemisches Gleichgewicht mit positiven Auswirkungen auf Gesundheit und Wohlbefinden bewirkt.
Durch Ritter Brain Building wird das von Professor Davidsons getestete Gehirntraining mit aerobem Training kombiniert und somit die positive Wirkung auf unsere Gehirnleistung vervielfacht!
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