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Hirnfoschung

Neuroplastizität: die Formbarkeit des Gehirns

Egal, worauf Sie Ihre Aufmerksamkeit lenken: Jedes Mal, wenn Sie sich ganz auf eine Sache konzentrieren, pulsieren elektrische Spannungsstöße durch Milliarden synaptischer Vernetzungen - und verändern Ihr Gehirn. Jetzt, in diesem Moment.

Dieses Phänomen wird als Neuroplastizität bezeichnet, ein Forschungsschwerpunkt des Max-Planck-Instituts für Neurobiologie in Martinsried bei München, an dem regelmäßig ritter Trainings durchgeführt werden.

Bis ins hohe Alter ist es unserem Gehirn möglich, sich strukturell zu verändern. Durch Training und neue Reize verändern Neurone ihre Funktion, synaptische Schaltkreise verknüpfen sich neu, Gehirnstrukturen wandeln sich, ja selbst ganze Gehirnareale können ihre Form verändern, schrumpfen oder wachsen.

Der Grund, weshalb lange angenommen wurde, das Gehirn lasse sich nicht ändern und baue mit zunehmendem Alter zwangsläufig ab, liegt darin, dass die meisten Menschen ihr Gehirn im Alter nicht mehr ausreichend trainierten. Dies ändert sich gerade. Immer mehr Menschen begreifen, dass es in ihrer Macht liegt, ihr Gehirn zu gestalten. Stetig größer werdende Zahlen von jungen wie älteren Menschen beginnen, ihr Gehirn systematisch zu trainieren, zu verbessern, zu formen.


Plastizitäts-Förderung durch BDNF

Etliche Forschungsergebnisse zeigen: Das Maß der der Plastizität, also der Veränderbarkeit des Gehirns hängt erheblich von der Verfügbarkeit verschiedener körpereigener Substanzen ab. Im Mittelpunkt steht hier das Protein BDNF (Brain-Derived Neurotrophic Factor).
Das Protein BDNF wird von manchen Hirnforschern bereits als "Wunderdünger" für unsere Gehirnzellen bezeichnet. BDNF aktiviert im Inneren der Gehirnzellen Gene, welche zur Produktion von Proteinen führen, aus denen neue Synapsen gebildet werden. BDNF ist damit einer der wichtigsten Schlüssel zur Veränderung und Weiterentwicklung unseres Gehirns. Je mehr BDNF unserem Gehirn zur Verfügung steht, desto schneller lernen wir und desto mehr Möglichkeiten der Gehirnentwicklung bieten sich uns bis ins hohe Alter.

ritter brain building ist darauf ausgerichtet, Lernprozesse mit der Stimulation maximaler BDNF-Produktion zu verbinden. Dies wird durch verschiedene Prozesse, unter anderem durch die Verknüpfung von Lernen und Bewegung erzielt.


BDNF fördern

BDNF wird in höheren Mengen freigesetzt, wenn die Herzfrequenz steigt und der Blutkreislauf angeregt wird - also durch körperliche Bewegung. Bewegung führt außerdem dazu, dass die Proteine IFG-1, VEGF und FGF-2 vom Blut ins Gehirn übergehen, wo sie mit BDNF zusammenarbeiten, um sowohl neue Gehirnzellen zu bilden als auch das neuronale Netzwerk fester und dichter zu verdrahten. Dies ist für viele erstaunlich, heißt es doch nichts anderes, als dass regelmäßiger Sport nachweislich einen weitaus größeren Effekt auf die Leistungssteigerung unseres Gehirns hat, als Gehirntraining!

Das ist allerdings noch nicht alles. Inzwischen haben einige Untersuchungen zur Erforschung von BDNF eine weitere bemerkenswerte Entdeckung zutage gefördert: Die Produktion von BDNF im Gehirn durch sportliche Betätigung wird erheblich verstärkt, wenn körperliches Training mit einem komplexen Lernvorgang verbunden wird.

Ein Versuch mit Laborratten an der Universität von Illinois zeigte: Bei sich bewegenden Ratten innerhalb eines komplexen Trainings mit Schwebebalken, instabilen Gegenständen und elastischen Strickleitern tritt nach nur zwei Wochen eine 35-prozentige Zunahme von BDNF im Kleinhirn auf. Bei anderen Ratten, die nur im Laufrad liefen, wurde keine Veränderung festgestellt.

Es gilt also: Je komplexer der begleitende Lernvorgang, desto höher die Produktion von BDNF – und desto größer die Möglichkeit unser Gehirn weiterzuentwickeln und schneller zu lernen. ritter brain building bietet Ihnen den Rahmen, diese Forschungserkenntnis praktisch umzusetzen und für sich zu nutzen.


Die Erweiterung des Arbeitsgedächtnisses

Das Arbeitsgedächtnis ist wie eine Endloskassette auf Daueraufnahme, die sich dabei immer wieder neu überspielt. Diese Zentrale hat eine vergleichsweise geringe Speicherkapazität und leitet Informationen nur an andere Gehirn-Areale weiter, wenn sie als relevant erkannt werden.

Ohne das Arbeitsgedächtnis wäre es uns nicht möglich, einen Satz inhaltlich zu verstehen. Es ermöglicht uns, dass wir am Ende eines Satzes noch den Anfang in Erinnerung haben. Alle komplexen Denkaufgaben sind auf das Arbeitsgedächtnis angewiesen. Dazu gehören Sprechen, Schreiben, Kopfrechnen, strategisches Planen, Organisieren, Verstehen komplexer Zusammenhänge und vieles mehr. Auch die Lösung von IQ-Testaufgaben hängt zum größten Teil von einem guten Arbeitsgedächtnis ab.

Die Universität Bern hat 2008 zusammen mit der Universität Michigan in einer Studie bewiesen, dass die Kapazität des Arbeitsgedächtnisses durch Training erheblich gesteigert werden kann. Damit verbunden waren signifikante Steigerungen bei IQ-Testmessungen, entgegen der früheren Auffassung, der IQ sei nicht steigerbar.

Die Ergebnisse konnten 2010 in einer weiteren Studie an der University of Technology in China bestätigt werden.


Konzentrationserhöhung

Prof. Richard J. Davidson – vom Time Magazin zu einer der 100 einflussreichsten Personen des 20. Jahrhunderts gekürt - zeigte in einer 2004 durchgeführten Studie, dass sich die Konzentrationsfähigkeit durch gezieltes Gehirntraining erheblich verbessern lässt. Bei Davidsons Probanden wurde auch außerhalb der Trainingszeiten bei EEG-Messungen ein überdurchschnittlich hoher Anteil von Theta- und Alpha- sowie Gammawellen im Gehirn gemessen. Werte, die im Gehirn einerseits mit tiefer Ruhe und Wohlgefühl, andererseits mit kognitiven Höchstleistungen einhergehen.

Unabhängig von diesen Studien hat sich gezeigt, dass aerobes Training den Dopamin-Spiegel erhöht. Ein Mangel an Dopamin ist mitunter ein Kriterium, das ADS (Aufmerksamkeitsdefizitstörung) verursacht. Das Medikament Methylphenidat (bekannt als Ritalin) hat durch die Erhöhung des Dopaminspiegels einen positiven Effekt auf die Konzentration. Inzwischen wurde wissenschaftlich mehrfach erwiesen, dass auch aerobes Training eine solche Erhöhung bewirkt und damit einer geringen Dosis Ritalin gleichkommt. Der entscheidende Unterschied ist allerdings, dass sportliche Betätigung ein chemisches Gleichgewicht mit positiven Auswirkungen auf Gesundheit und Wohlbefinden bewirkt.

ritter brain building kombiniert das von Davidson untersuchte Gehirntraining mit aerobem Training, was für Sie die positive Wirkung auf Ihre Gehirnleistung vervielfacht.


Denkgeschwindigkeit

Der Neurowissenschaftler Michael Merzenich belegte zusammen mit dem Verhaltensforscher William Jenkins, dass durch Training progressiv gesteigerter Informationsverarbeitung die Denk- und Verarbeitungsgeschwindigkeit zunimmt. ritter brain building hat ein eigens auf dieser Studie aufgebautes Trainingsprogramm für Sie entwickelt.


Gedächtnistechniken und das Gehirn

Mit dem rbb-Gedächtnistraining werden mehrere Gehirnregionen gleichzeitig aktiviert und miteinander verknüpft, insbesondere der präfrontale Kortex (Logik, rationales Denken) mit dem limbischen System (Emotionen). Im Gegensatz zu den meisten herkömmlichen Lernansätzen werden dabei sowohl semantisches als auch episodisches Gedächtnis parallel genutzt und trainiert. Dies alleine führt bereits zu einer erheblichen Steigerung der individuellen Gedächtnisleistung. Durch das ritter brain building Programm wird gleichzeitig auch Sprachgewandtheit und damit das Broca- und Wernicke-Areal des Gehirns (zuständig für Sprachproduktion) trainiert.


Quellen

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ritter war Kooperationspartner von W-Film beim Kinostart des Films "Auf der Suche nach dem Gedächtnis" über den Nobelpreisträger und Gedächtnisforscher Eric Kandel, auf dessen Forschungs­ergebnissen auch ritter brain building beruht. <- Zum Film



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